Deutsches Theater, Abkürzung DT, Deutsches Theater Berlin, Staatstheater in Berlin mit den Kammerspielen und anderen Spielstätten.

1883 von Adolph L'Arrange gegründet, wurde das Haus unter der Leitung von Otto Brahm (1894–1904) aufgrund seiner Klassikeraufführungen zur führenden, literarisch anspruchsvollen Bühne in Deutschland. Sie förderte

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Mittelalter

Die lateinisch-deutschen Synonyma »ludus« und »Spiel« bildeten im Mittelalter das begriffliche Raster für die Gesamtheit theatraler Erscheinungsformen. Der Heilsweg des Kirchenjahres und die Markierungen des jahreszeitlichen Kreislaufs gaben ihnen den anlassbedingten Ordnungsrahmen vor, wobei geistliche und weltliche Bezüge einander vielfach überkreuzten. Zentrum des geistlichen Spiels war der österliche Themenzyklus, liturgische Keimzelle die kirchenräumliche Feier der »Visitatio Sepulchri« (»Besuch des Grabes« Jesu Christi) im 10. Jahrhundert, ausgeführt als Wechselgesang zwischen dem Engel

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Frühe Neuzeit

Das Theater war ein wichtiger Bestandteil der der humanistischen Bewegung. Ihr Ziel der Erneuerung klassischer (weltlicher) Studien im Geist Ciceros erhob die kanonischen Gattungen antiker Rhetorik – dazu zählte als moralisch-didaktische Gattung auch das Drama – zu einem wichtigen Aspekt des Bildungsprogramms. Eine »Comoedia« zu verfassen verhieß daher Poetenruhm.

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Barock

Die Glaubenspropaganda der Gegenreformation bestritten an vorderster Front schul- und volkspädagogische Orden. Letztere förderten insbesondere die performative, in theatralen, festlichen und rituellen Handlungen vollzogene Umsetzung des Marienkults und durch das Novum der Karfreitagsprozessionen mit lebenden Bildern die Revitalisierung von Passionsspielformen. Als Grundlage dienten vielfach die in der oberdeutschen konfessionellen Gemengelage noch vereinzelt entstandenen protestantischen Passionsdramen. Der bekannteste Fall ist die partielle Übernahme der Schulmeisterarbeit »... Passion ... Christi« (1566) von S. Wild in den Urtext (1634) des Oberammergauer Passionsspiels. Dieses im Anschluss an

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18. Jahrhundert

Das Theater zu erneuern und ihm eine verbindliche ästhetische und literarische Geltung zu verschaffen war das zentrale Projekt des 18. Jahrhunderts. Ins erste Jahrzehnt fällt die Aufspaltung der bisher mit »Pickelhering« identischen lustigen Person des deutschen Sprechtheaters in zwei kulturräumlich separierte Typenfiguren: den bäurischen Hanswurst (Theater), eine Wiener Schöpfung des Josef Anton Stranitzky, und den als Frontmann der Comédie italienne aus Frankreich importierten Harlekin. In dessen Strahlzentrum

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19./20. Jahrhundert

An der Epochenschwelle zum optischen 19. Jahrhundert setzte der von Goethe beklagte Drang zum sinnlich Wahren Bühnen- und Beleuchtungstechnik unter Reformdruck. Die tiefenperspektivische Kulissenbühne vermochte das seit 1799 von Panorama-Betreibern genährte Bedürfnis nach Wirklichkeitssimulation auch im neuerdings streufähigen Licht der Argand-Lampe nicht zu stillen. Was dieses Novum ermöglichte, waren Experimente mit der von F. L. Schröder in Hamburg eingeführten geschlossenen Zimmerdekoration für den darstellerischen Realismus einschlägiger

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Entwicklungen ab 1945

Die Vertreibung des hohen Anteils jüdischer Bühnenangehöriger hatte das deutsche Theater nach 1945, trotz der Rückkehr führender Emigranten wie Fritz Kortner, schwer belastet und in seiner Weiterentwicklung behindert. Spiegelbildlich zur sozialistischen Erbepflege in der DDR war Bertolt Brecht, ungeachtet

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Entwicklungen ab 2000

Die gegen Ende des 20. Jahrhunderts einsetzenden und mit Beginn des 21. Jahrhunderts zunehmenden finanziellen Schwierigkeiten der Kommunen und Länder hatten drastische Subventionskürzungen für die meisten deutschen Theater zur Folge. Maßnahmen gegen die drohende Schließung sind vor allem bei kleineren Häusern, die in der

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Literatur

Das Theater in Deutschland, hg. v. C. Heine (2019)
Deutsches Theater Berlin
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Quellenangabe
Brockhaus, Deutsches Theater. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/deutsches-theater-20