Einkommensverteilung, die Aufteilung des Volkseinkommens entweder auf die Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Boden (funktionale Einkommensverteilung) oder auf Personen beziehungsweise Personengruppen (nach ihrem sozialen Status aufgegliederte Privatpersonen beziehungsweise private Haushalte) ohne Rücksicht auf die Quelle des Einkommens (personelle Einkommensverteilung). In funktionaler Hinsicht werden Arbeitnehmerentgelt (Lohn, Gehalt) sowie Unternehmenseinkommen (Gewinn)

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Bedeutung der Einkommensverteilung

Die Einkommensverteilung ist ein grundlegender Gegenstand gesellschaftlicher Betrachtung, weil sie die Verteilung der Ansprüche auf die produzierten Güter (d. h. das Nationaleinkommen, früher Sozialprodukt) bestimmt. Mit der Einkommensverteilung ist festgelegt, wie groß die Spannweite zwischen hohen und niedrigen Einkommen und damit auch zwischen Arm und Reich ist. Zum Ausdruck kommt ferner, wie sich die Bevölkerung auf die

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Theorie der Einkommensverteilung

Die funktionale Einkommensverteilung durch den Marktmechanismus stellt sich aus der Sicht der in den Unternehmen arbeitenden Personen wie folgt dar: Von den Verkaufserlösen für die Produkte auf dem Markt verbleibt dem Unternehmen nach Abzug von Abschreibungen, Einkauf von Rohstoffen und Vorprodukten anderer Unternehmen sowie Steuern ein Anteil (die Nettowertschöpfung), der auf Arbeitskräfte, externe Kapitalgeber und Unternehmer verteilt werden kann. Die Nettowertschöpfung sämtlicher Unternehmen bildet das im Inland entstandene Volkseinkommen einer Periode. Die Faktorpreise, nach denen die an der Wertschöpfung beteiligten

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Verteilungspolitik

Die ungleichmäßige personelle Einkommensverteilung hat besonders in Industrieländern im Zuge der Entwicklung des Wohlfahrtsstaates dazu geführt, dass der Staat die vom Markt erzeugte Primärverteilung durch Umverteilungspolitik zur Sekundärverteilung verändert. Ziel dieser Einkommensverteilungspolitik (Einkommensumverteilungspolitik, Redistributionspolitik) ist eine mehrheitlich als »gerechter« empfundene und akzeptierte Einkommensverteilung (und Vermögensverteilung). Beispielsweise soll Einkommensschwachen und Einkommenslosen ein menschenwürdiges Dasein ermöglicht werden, gesellschaftlich relevante Leistungen wie die Kindererziehung sollen honoriert werden.

Vernachlässigt werden darf dabei allerdings nicht, dass die Höhe der individuellen Einkommen, die in ihrer Gesamtheit

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Werke

Weiterführende Literatur:

Einkommensverteilung im Systemvergleich, hg. v. D. Cassel u. a. (1976);
R. Berntsen: Dynamik in der Einkommensverteilung
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Quellenangabe
Brockhaus, Einkommensverteilung. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/einkommensverteilung