Französische Musik, Bezeichnung für die Musik innerhalb des französischen Staatsgebietes, abhängig von dessen jeweiliger

(14 von 95 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Mittelalter und Renaissance

Die Kunstmusik entwickelte sich in Frankreich wie auch in anderen Ländern auf der Grundlage der Musik der christlichen Liturgie, die in Frankreich eine eigene, von der römischen abweichende Tradition hatte (gallikanische Liturgie). Erst zur Zeit Pippins des Jüngeren wurden die römische Liturgie und der gregorianische Gesang in Frankreich eingeführt. Dessen Pflege war die Hauptaufgabe der Sängerschulen, so der in Metz, die von Rom aus, und der in Tours, die von England aus gegründet worden waren. Die ältesten Lehrwerke einer geregelten

(80 von 636 Wörtern)

Barock und Klassik

Im Zentrum des musikalischen Barock standen (nicht nur in Frankreich) die Instrumentalmusik und die Oper, die jeweils wesentliche Impulse aus Italien erhielten. Dieser mediterrane Einfluss rief in den folgenden zwei Jahrhunderten jedoch auch vielfältigen Protest hervor und spaltete die Musikszene in zwei Lager. Die Instrumentalmusik atmete zu Beginn des 16. Jahrhunderts zum Teil noch deutlich den Geist der Renaissance wie bei J. Titelouze, der als Begründer der französischen Orgelmusik gilt. Eine eigenständige musikalische Sprache zeigen auch die Cembalowerke von J. Champion de

(80 von 786 Wörtern)

Romantik und Impressionismus

Die französische Oper gelangte in der ersten Hälfte des Jahrhunderts zu Weltgeltung. Gleichermaßen Bedeutung für die Opéra comique wie für die Grand Opéra erlangte D. F. E. Auber, dessen »Muette de Portici« (1828, deutsch »Die Stumme von Portici«) 1830 bei ihrer Aufführung in Brüssel mittelbar die belgische Revolution auslöste. Weitere Beiträge dieser bürgerlich-ernsten Operngattung, die auch auf Deutschland und Italien ausstrahlte, lieferten der seit 1824 in Paris wirkende Italiener, G. Rossini (»Guillaume Tell«, 1829, deutsch »Wilhelm Tell«), der Wahlfranzose G. Meyerbeer (»Les Huguenots«, 1836,

(80 von 638 Wörtern)

Moderne

Viele dieser Komponisten wirkten auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts und machten nicht nur mit Immigranten wie Strawinsky Paris zu einem Zentrum des europäischen Musiklebens (das durch einen Stilpluralismus gekennzeichnet war), sondern auch durch einflussreiche Lehrerpersönlichkeiten wie N. Boulanger, die zahlreiche zeitgenössische Komponisten wie A. Copland, A. Piazzolla oder G. Bacewicz prägte und als Dirigentin die Renaissance- und Barockmusik wiederbelebte. Ihre Schwester L. Boulanger ging als erste weibliche Rompreis-Trägerin (für die Kantate »Faust et Hélène«) in die Musikgeschichte ein und weist mit

(80 von 583 Wörtern)

Unterhaltungsmusik – Chanson und Jazz

Wenngleich sich auch in Frankreich angloamerikanische Musik wie Jazz, Rock und Pop in hohem Maße durchsetzen konnte und zumal bei jungen Menschen größtes Interesse fand, konnte sich die französische Musik v. a. im Chanson

(33 von 232 Wörtern)

Musikleben

Kulturelles Zentrum ist auch heute noch Paris mit dem 1795 gegründeten Konservatorium, zahlreichen Opern- und Schauspielhäusern wie der Opéra bzw. dem Palais Garnier, der Opéra Bastille und der Opéra Comique (auch Salle Favart) sowie rund 20 weiteren Stätten, berühmten Konzerthäusern bzw. –sälen wie

(43 von 305 Wörtern)

Literatur

P. Landormy: La musique française, 3 Bde. (Paris 4–191943–48);
F. Lesure: Musique et musiciens français du XVIe siècle (Paris 1950; Nachdruck Genf 1976);
U. Eckart-Bäcker: Frankreichs Musik zwischen Romantik
(25 von 189 Wörtern)

Quellenangabe
Brockhaus, Französische Musik. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/französische-musik