Hochschulen, Oberbegriff für Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs zur Pflege der Wissenschaften

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Allgemeine Strukturmerkmale

Sämtliche Hochschulen in Deutschland unterliegen staatlicher Rechtsaufsicht, werden entweder vollständig staatlich finanziert oder erhalten einen wesentlichen Zuschuss. Wo Hochschulen staatliche Aufgaben wahrnehmen

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Aufgaben

Die Aufgaben der Hochschulen waren bis zur Föderalismusreform 2006 durch das Hochschulrahmengesetz (HRG) vom 26. 1. 1976 folgendermaßen definiert: Die

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Staat und Hochschule

Die Entwicklung des Hochschulwesens im früheren Bundesgebiet seit 1945 beziehungsweise seit 1990 im erweiterten Bundesgebiet ist durch drei Merkmale gekennzeichnet: 1) das Anwachsen der Studentenzahlen von 5 % eines Altersjahrganges (1950) auf 58 % (2015), das mit einer Zunahme der Hochschulstandorte von 143 auf mehr als 425 verbunden ist, d. h., die Versorgung mit Hochschulangeboten wurde weitgehend flächendeckend; 2) die Zusammenführung der

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Hochschulrecht

Das Verhältnis von Hochschulen und Staat wurde zwischen 1969 und 1980 rechtlich neu gefasst. 1969 wurde das Grundgesetz geändert und dem Bund die Gesetzgebungskompetenz für Rahmenvorschriften über die allgemeinen Grundsätze des Hochschulwesens eingeräumt (Artikel 75 Nummer  1 a GG). Ferner nahm man den Hochschulbau in die Gemeinschaftsaufgaben von Bund und Ländern auf und schuf die dafür notwendigen Instrumentarien (Artikel

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Forschung

Der besondere Charakter der Forschung an den Universitäten in Deutschland ist

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Lehrkörper- und Selbstverwaltungsstruktur

Seit den 1970er-Jahren haben sich erhebliche Veränderungen ergeben. Entgegen dem früheren Lehrstuhlprinzip, wonach ein Fach an einer Hochschule von einem einzigen planmäßigen Hochschullehrer (Ordinarius) vertreten wurde, entstanden vermehrt Professuren für differenziertere Berufsgebiete. Gleichzeitig wurden in allen

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Quantitative Entwicklungen im Hochschulbereich

Die Anzahl der Hochschulen hat sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stark erhöht, seit Anfang der 1990er-Jahre

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Studium und Lehre

Das Studium an einer Hochschule ist in einem Studiengang organisiert, dessen inhaltliche und formale Ausgestaltung eine Studienordnung regelt. Ab 2000 erfolgte die Umstellung der bisherigen Diplom- und Magister-, teils auch der Staatsexamensstudiengänge (Staatsprüfung) auf die Bachelor/Master-Struktur. Die Studiendauer umfasst in Bachelorstudiengängen 3–4 Jahre, in den daran anschließenden Masterstudiengängen 1–2 Jahre. Die realen Studienzeiten sind häufig länger, meist durch studienbegleitende Erwerbstätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts bedingt. Das Graduiertenstudium (nach dem ersten Abschluss; Graduiertenkolleg) an wissenschaftlichen Hochschulen endet mit der

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Werke

Weiterführende Literatur:

Gemeinschaftsaufgaben v. Bund u. Ländern im Hochschulbereich, hg. v. W. Mönikes u. a. (3
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Quellenangabe
Brockhaus, Hochschulen. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/hochschulen