Maya, indianische Völker- und Sprachfamilie im südlichen Mesoamerika, in Süd- und Nordostmexiko, Guatemala, Honduras und Belize, mit etwa 5,2 Mio. Sprechern.

Die Maya bilden keine geschlossene Ethnie: 30 Sprachgruppen werden aufgrund ihrer Verwandtschaft und gemeinsamen kulturellen Merkmale insgesamt als Maya bezeichnet.

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Die vorspanische Mayakultur

Über die Geschichte und Kultur der Maya vor der europäischen Invasion geben nicht nur archäologische Quellen Auskunft. Aus der Kolonialzeit sind Quellen überliefert, die zwar in lateinischer Schrift aufgezeichnet sind, deren Inhalte aber auf vorspanische Mayatraditionen zurückgehen. Dazu zählt z. B. das »Popol Vuh«, Schöpfungsbericht und Wandersage der Quiché-Maya, sowie die verschiedenen auf Kalenderprophezeiungen basierenden Chilam Balam-Bücher der Yukateken. Zu den Schriftquellen aus vorspanischer Zeit gehören mehrere Zehntausend Hieroglypheninschriften auf Steinmonumenten, bemalten Keramiken, Kleingeräten und Bilderhandschriften. Älteste archäologische Zeugnisse der Maya

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Kunst und Architektur

Kunst und Architektur der Maya stellen unter den altamerikanischen Hochkulturen einen Höhepunkt dar. Verschiedene regional begrenzte Stilregionen lassen sich feststellen, dennoch drückt sich die Homogenität des Kulturraumes in vielen Merkmalen aus. In der Architektur sind es das »falsche Gewölbe«, die auf den Pyramiden

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Schrift

Bei der Schrift der Maya handelt es sich um ein glottografisches, d. h. die Sprache vollständig abbildendes System. Die Mayaschrift bestand aus etwa 700 Schriftzeichen, von denen etwa die Hälfte Silbenzeichen (Konsonant-Vokal) waren, die andere Hälfte Wortzeichen (Logogramme). Wortzeichen lassen in der Regel ihre bildliche

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Sprache

Die Sprachen der Maya sind leicht polysynthetisch und leicht fusionierend. Das Verb steht jeweils am Anfang des Satzes. Es werden sowohl Präfixe als auch Suffixe verwendet.

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Religion

Die Maya gingen von der Existenz einer allumfassenden göttlichen Macht aus, die dem Universum und allen Dingen und Wesen innewohnte. Diese Macht

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Wissenschaft

Die Mathematik der Maya basiert auf einer auf der Zahl 20 (mit besonderen Namen für die Rangschwellen 20, 202 = 400,

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Literatur

R. Sharer: The ancient Maya. (Stanford, Kalifornien, 51994);
Die Erben der Maya, hg. v. R. Allebrand (1997);
G. D. Jones: The conquest of the
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Quellenangabe
Brockhaus, Maya (Volk). http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/maya-20