Wagner, Richard, eigentlich Wilhelm Richard Wagner, Komponist, * Leipzig 22. 5. 1813, † Venedig 13. 2. 1883; bedeutender Vertreter der Spät-Romantik, der als Begründer des Musikdramas als Gesamtkunstwerk gilt. Wagners u. a. in Schriften stark ausgeprägtes antisemitisches Gedankengut (Antisemitismus), das neben seiner Musik während des Dritten Reiches von den Nationalsozialisten (Nationalsozialismus) propagandistisch ausgenutzt wurde, bewirkte einen jahrzehntelangen Bann seiner Musik in Israel, den erst Anfang des 21. Jahrhunderts der Dirigent D. Barenboim brach.

Leben

Studienzeit

Wagner verbrachte seine Jugendzeit in Dresden und Leipzig, künstlerisch stark

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Werk und Wirken

Wagner ist eine der bedeutendsten Künstlergestalten des 19. Jahrhunderts. Seine Bühnenwerke, deren Komposition, Aufführung und theoretische Grundlegung sein Leben fast ausschließlich erfüllten, haben nicht nur die Geschichte der Oper zu seiner Zeit und weit darüber hinaus bis zu R. Strauss, C. Debussy und A. Berg wesentlich geprägt, sondern auch in der Literatur und Philosophie der Folgezeit deutliche Spuren hinterlassen (Nietzsche, T. Mann, E. Bloch, T. W. Adorno). Sein Kompositionsstil entwickelte sich kontinuierlich, v. a. in den Bereichen Melodik, Harmonik, Instrumentation, (leit-)motivische Strukturierung und Formdisposition, zu immer komplexeren Gestaltungen.

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Literatur

 Biografie und Gesamtwerk:

C. F. v. Glasenapp: Das Leben Richard Wagners, 6 Bde. (3–51905–12; Nachdruck 1977);
T. W. Adorno: Versuch über Wagner (Neuausgabe 21981);
J. Deathridge u. a.: Wagner. Werkverzeichnis (1986);
Richard-Wagner-Handbuch, hg. v. Ulrich Müller u. a. (1986);
W. Beck: Richard Wagner. Neue Dokumente zur Biographie (1988);
J. Kaiser: Leben mit Wagner (1990, Neuausgabe 2013);
H. J. Bauer: Richard Wagner. Sein Leben u. Wirken oder
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Quellenangabe
Brockhaus, Richard Wagner. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/wagner-richard-20