Zypern, amtlich neugriechisch Kypriaki Dimokratia [ki-], türkisch Kıbrıs Cumhuriyeti [ˈkəbr

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Landesporträt

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Flagge der Republik Zypern. Die Flagge zeigt die Insel

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Geografie

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Landschaft

Zypern, die drittgrößte Insel des Mittelmeers (nach Sizilien und Sardinien), liegt 65 km von der Südküste Kleinasiens entfernt und ist hinsichtlich Geschichte und Kultur ein Bindeglied zwischen Europa und Asien. Von Kap Arnauti (Kap Akamas) im Westen bis zum Andreaskloster im Osten der Halbinsel Karpasia beträgt die größte Längserstreckung der Insel 225 km; ihre größte Breite (Nord-Süd-Erstreckung) beträgt 96 km, die Länge der wenig gegliederten Küsten rd. 620 km. Die Nordküste ist eine hafenarme Kliffküste, die West-, Süd- und Ostküste

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Klima

Zypern hat ein typisch mediterranes Klima mit heißen Sommern (mittlere Julitemperatur in Nikosia 29 °C, im Troodos 22 °C) und milden,

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Vegetation

Das Bild der Vegetation Zyperns ist anthropogen geprägt und gekennzeichnet durch den Gegensatz von weiten, baumlosen und vegetationsarmen

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Bei der Gründung 1960 zählte die Republik Zypern 573 600 Einwohner, von denen 77 % Griechen (441 700) und 18 % Türken (104 900) waren, die über die Insel verstreut lebten. Infolge des

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Religion

Es besteht Religionsfreiheit. Die Verfassung der Republik Zypern garantiert diese in Artikel 18, die Verfassung des türkisch-zyprischen Nordens im Rahmen ihres Grundrechtskatalogs. Auf der Grundlage des Artikels 2 der Verfassung stellt der griechisch-zyprische Teil das Christentum griechisch-orthodoxer, syrisch-maronitischer,

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Politik und Recht

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Politik

Nach der formal noch gültigen Verfassung vom 16. 8. 1960 ist Zypern eine präsidiale Republik mit zwei sich selbst verwaltenden Volksgruppen. De facto besteht Zypern jedoch aus

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde in der heutigen Form am 30. 9. 1960 eingeführt. Im weißen Tuch schwebt in der Mitte in Gelb die Insel Zypern, darunter zwei gekreuzte Olivenzweige. Die

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Parteien

Einflussreichste Parteien im griechisch-zyprischen Teil sind die Fortschrittspartei des werktätigen Volkes (AKEL, gegründet 1941, linkssozialistisch), die Demokratische Sammlung (DISY, gegründet 1976,

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Gewerkschaften

Die größten Dachverbände sind (im griechisch-zyprischen Teil) die Panzyprische Föderation der

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Militär

Die Gesamtstärke der griechisch-zyprischen Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 26 Monate) beträgt 10 700 Mann, die der paramilitärischen Polizeitruppe

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Recht

Höchste Instanz im griechisch-zyprischen Teil ist der Oberste Gerichtshof. Sein Präsident und seine Richter bilden zugleich den Obersten

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Verwaltung

Beide Teile der Insel werden getrennt verwaltet. Es bestehen sechs Bezirke,

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Bildungswesen

Das Schulwesen wird in beiden Teilen Zyperns vom jeweiligen Erziehungsministerium kontrolliert. Im griechisch-zyprischen Teil besteht eine neunjährige Schulpflicht (ab 51

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Medien

Die politische Teilung Zyperns spiegelt sich auch in der Medienlandschaft wider; beide Landesteile besitzen ihre eigenen Printmedien und Rundfunkstationen. Während im Südteil der Insel Presse- und Informationsfreiheit herrscht, steht der Norden unter

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Die Trennung Zyperns (1974) in einen türkischen Nord- und einen griechischen Südteil hat die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stark beeinträchtigt. Im Süden des Landes stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1975–2000 jedoch um durchschnittlich 5,5 % im Jahr rasch wieder an. 2004

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Landwirtschaft

Der Stellenwert der Landwirtschaft ist im türkischen Norden noch deutlich höher

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Dienstleistungssektor

Waren Landwirtschaft und Bergbau zu Beginn Zyperns staatlicher Selbstständigkeit 1960 noch die wichtigsten Wirtschaftszweige, so leistet heute der Dienstleistungssektor den wichtigsten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (Anteil 2014: 87,1 %). Zu diesem Sektor gehören nicht nur der Tourismus, sondern ebenso Finanzdienstleistung, Immobilienwirtschaft, Handel, Gesundheitswesen, Verwaltung und Erziehung. So finden etwa 80 % der Erwerbspersonen

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Bodenschätze

Der schon in vorgeschichtlicher Zeit betriebene Bergbau auf Pyrit wurde wegen

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Energiewirtschaft

Die Energiewirtschaft ist auf die Einfuhr von Erdöl (2015: 21,8 % der

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Industrie

Der produzierende Sektor trug (2014) 10,6 % zur Entstehung des BIP bei

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Verkehr

Das durch die Demarkationslinie getrennte Straßennetz ist nur noch an wenigen Stellen verknüpft. Im griechisch-zyprischen Teil sind etwa 66 % der 13 000

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Geschichte

Die historisch überlieferte Reihe der Fremdherrschaften über Zypern vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis zur

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Vor- und Frühgeschichte

Eine erste Besiedlung, wahrscheinlich aus dem Kerngebiet der neolithischen Revolution in Nordsyrien und Südostanatolien, erfolgte schon in der frühesten, akeramischen (keramiklosen), Phase der Jungsteinzeit (Neolithikum; Mitte des 8. Jahrtausends v. Chr.). Charakteristische Zeugnisse sind Rundhäuser und Steingefäße, Bestattungen wurden – für die frühe zyprische Kultur typisch – intramural, oft auch unter dem Boden der Gebäude vorgenommen. Noch nicht klar ist die Unterbrechung der Siedlungsspuren für etwa tausend Jahre ab der Mitte des 6. Jahrtausends. In der zweiten neolithischen Phase (etwa 4600–3900 v. Chr.) stieg die

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Altertum und byzantinische Zeit

Seit dem Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. gerieten die zyprischen Stadtkönigtümer in wechselnde Abhängigkeit von Assyrien, Ägypten (Mitte 6. Jahrhundert) und Persien. Nur König Euagoras I. von Salamis (411–374 v. Chr.) vermochte für etwa 20 Jahre zwischen den Großmächten zu vermitteln und seine

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Kreuzfahrerzeit

1184/85 errichtete Isaak Komnenos, ein Verwandter von Kaiser Alexios II., eine vom Byzantinischen Reich unabhängige Herrschaft auf Zypern. 1191 eroberte Richard I. Löwenherz die Insel, mit der er 1192 Guido von Lusignan belehnte. Guidos Nachfolger 

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Türkische und britische Herrschaft

Unter türkischer Herrschaft wurden die Kirchen der vertriebenen »Lateiner« in Moscheen umgewandelt, die der Griechen geduldet, der fränkische Landbesitz enteignet. Das religiöse Oberhaupt (Erzbischof von Zypern, nun wieder in Nikosia) wurde als Sprecher (Ethnarch) der griechischen Bevölkerung anerkannt, aber auch für ihr Wohlverhalten, etwa beim Übergreifen von

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Das unabhängige Zypern

Am 16. 8. 1960 erfolgte die Proklamation der Unabhängigkeit Zyperns, das noch im selben Jahr Mitglied der UNO wurde und im März 1961 dem Commonwealth beitrat. Staatspräsident wurde Erzbischof Makarios III., Vizepräsident Fazil Küçük (* 1906, † 1984), ein Repräsentant der türkisch-zyprischen Minderheit. – Nachdem Makarios das (verfassungsmäßig garantierte) Proporzsystem hinsichtlich Regierung und Verwaltung entsprechend dem Bevölkerungsanteil (70 ː 30) zugunsten der griechischen Bevölkerungsmehrheit ändern wollte (»13-Punkte-Programm«), brachen am 21. 12. 1963 bürgerkriegsähnliche Kämpfe zwischen den Volksgruppen der Griechen und Türken aus (daraufhin Austritt der

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Zypernkonflikt

In den von den UN ab 1984/85 und 1988–92 geführten, seit 1993/94 verstärkten und 1997 wieder neu aufgenommenen Vermittlungsversuchen zur Lösung des Zypernkonflikts (»Volksgruppengespräche«) wurde die Überwindung der Teilung und der Ausgleich zwischen Zyperngriechen und Zyperntürken angestrebt. Der angepeilte EU-Beitritt Zyperns (Aufnahmeantrag in die EG Juli 1990) und die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen am 31. 3. 1998 riefen zwar neue Spannungen hervor, seit 1998/99 bemühten sich aber sowohl Griechenland als auch die

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Kultur

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Quellenangabe
Brockhaus, Zypern. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/zypern