Die historisch überlieferte Reihe der Fremdherrschaften über Zypern vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis zur

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Vor- und Frühgeschichte

Eine erste Besiedlung, wahrscheinlich aus dem Kerngebiet der neolithischen Revolution in Nordsyrien und Südostanatolien, erfolgte schon in der frühesten, akeramischen (keramiklosen), Phase der Jungsteinzeit (Neolithikum; Mitte des 8. Jahrtausends v. Chr.). Charakteristische Zeugnisse sind Rundhäuser und Steingefäße, Bestattungen wurden – für die frühe zyprische Kultur typisch – intramural, oft auch unter dem Boden der Gebäude vorgenommen. Noch nicht klar ist die Unterbrechung der Siedlungsspuren für etwa tausend Jahre ab der Mitte des 6. Jahrtausends. In der zweiten neolithischen Phase (etwa 4600–3900 v. Chr.) stieg die

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Altertum und byzantinische Zeit

Seit dem Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. gerieten die zyprischen Stadtkönigtümer in wechselnde Abhängigkeit von Assyrien, Ägypten (Mitte 6. Jahrhundert) und Persien. Nur König Euagoras I. von Salamis (411–374 v. Chr.) vermochte für etwa 20 Jahre zwischen den Großmächten zu vermitteln und seine

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Kreuzfahrerzeit

1184/85 errichtete Isaak Komnenos, ein Verwandter von Kaiser Alexios II., eine vom Byzantinischen Reich unabhängige Herrschaft auf Zypern. 1191 eroberte Richard I. Löwenherz die Insel, mit der er 1192 Guido von Lusignan belehnte. Guidos Nachfolger 

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Türkische und britische Herrschaft

Unter türkischer Herrschaft wurden die Kirchen der vertriebenen »Lateiner« in Moscheen umgewandelt, die der Griechen geduldet, der fränkische Landbesitz enteignet. Das religiöse Oberhaupt (Erzbischof von Zypern, nun wieder in Nikosia) wurde als Sprecher (Ethnarch) der griechischen Bevölkerung anerkannt, aber auch für ihr Wohlverhalten, etwa beim Übergreifen von

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Das unabhängige Zypern

Am 16. 8. 1960 erfolgte die Proklamation der Unabhängigkeit Zyperns, das noch im selben Jahr Mitglied der UNO wurde und im März 1961 dem Commonwealth beitrat. Staatspräsident wurde Erzbischof Makarios III., Vizepräsident Fazil Küçük (* 1906, † 1984), ein Repräsentant der türkisch-zyprischen Minderheit. – Nachdem Makarios das (verfassungsmäßig garantierte) Proporzsystem hinsichtlich Regierung und Verwaltung entsprechend dem Bevölkerungsanteil (70 ː 30) zugunsten der griechischen Bevölkerungsmehrheit ändern wollte (»13-Punkte-Programm«), brachen am 21. 12. 1963 bürgerkriegsähnliche Kämpfe zwischen den Volksgruppen der Griechen und Türken aus (daraufhin Austritt der

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Zypernkonflikt

In den von den UN ab 1984/85 und 1988–92 geführten, seit 1993/94 verstärkten und 1997 wieder neu aufgenommenen Vermittlungsversuchen zur Lösung des Zypernkonflikts (»Volksgruppengespräche«) wurde die Überwindung der Teilung und der Ausgleich zwischen Zyperngriechen und Zyperntürken angestrebt. Der angepeilte EU-Beitritt Zyperns (Aufnahmeantrag in die EG Juli 1990) und die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen am 31. 3. 1998 riefen zwar neue Spannungen hervor, seit 1998/99 bemühten sich aber sowohl Griechenland als auch die

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/zypern/geschichte