Nicaragua [spanisch nikaˈraɣa], auch Nikaragua, amtlich

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Landesporträt

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Flagge von Nicaragua. In der Mitte trägt sie das Landeswappen.

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Geografie

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Landschaft

Nicaragua grenzt im Norden an Honduras und im Süden an Costa Rica.

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Insel Ometepe im Nicaraguasee. Im Hintergrund ragt der Vulkan

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Klima

Das tropische Klima weist geringe jahreszeitliche Temperaturschwankungen auf (im Tiefland 22–26 °C,

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Vegetation

Auf der karibischen Seite schließt sich an die Kiefernsavannen im Norden nach Süden tropischer Regenwald an, der oberhalb 600 m über dem Meeresspiegel in immergrünen Bergwald übergeht. Daneben gibt es Mangroven,

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Gesellschaft

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Bevölkerung

69 % der Bevölkerung sind Mestizen mit indigenen-europäischen Vorfahren, 17 % sind Weiße. Sie leben vor allem zwischen der Pazifikküste und den großen Seen sowie dem nördlichen Hochland. Das karibische Tiefland

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Religion

Die Verfassung (Artikel 29) garantiert die Religionsfreiheit. Staat und Kirche sind seit 1894 gesetzlich getrennt.

Unterschiedliche Quellen liefern abweichende Zahlen zur Religionszugehörigkeit. Letztverfügbaren Schätzungen zufolge gehören zwischen knapp 47

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Politik und Recht

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Politik

Gemäß der am 9.1.1987 verkündeten Verfassung (mehrfach, zuletzt 2014, revidiert) ist Nicaragua eine präsidiale Republik. Staatsoberhaupt, oberster Inhaber der Exekutive (Regierungschef) sowie Oberbefehlshaber der Streit- und Sicherheitskräfte ist der Präsident (mit einem Vizepräsidenten als Stellvertreter), der auf 5

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde am 4.9.1908 erstmals offiziell beschrieben. Sie besteht aus drei gleichen horizontalen Streifen in den Farben Mittelblau, Weiß, Mittelblau. Im weißen

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Parteien

Einflussreichste Parteien im stark zersplitterten, instabilen Parteiensystem sind der Frente Sandinista

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Gewerkschaften

Neben den sandinistisch dominierten Gewerkschaftsverbänden, Central Sandinista de Trabajadores (CST), Asociación

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Militär

Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee beträgt etwa 12 000 Mann. Das Heer (rund

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Verwaltung

Nicaragua ist in 15 Departamentos und 2 autonome Regionen gegliedert.

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Recht

An der Spitze der Gerichtsbarkeit steht der Oberste Gerichtshof (Corte Suprema

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 6 bis 13 Jahren.

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Medien

Wichtigstes Massenmedium ist der Hörfunk. Regierungskritische Medien werden teils schikaniert und bedroht. 

Presse: Die Presselandschaft

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Wirtschaft

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Wirtschaftslage

Nachdem sich im Rahmen eines gemäßigt sozialistischen Wirtschaftsmodells seit 1979 zunächst ein wirtschaftlicher Aufschwung abgezeichnet hatte, geriet Nicaragua seit Mitte der 1980er-Jahre durch den Bürgerkrieg in eine schwere Wirtschaftskrise (Hyperinflation 1988: 33 600 %, Auslandsverschuldung: 700 % des Bruttoinlandsprodukts [BIP]). Besonders die Einstellung der Wirtschaftshilfe seitens der USA (1980) und das 1985 verfügte US-Handelsembargo (bis

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Landwirtschaft

Die Landwirtschaft erbringt (2016) 17,3 % des BIP und beschäftigt 31,5 % der Erwerbstätigen. 42,2 % der Landfläche werden landwirtschaftlich genutzt (27 % Dauerweiden, 12,5 %

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Industrie

Der industrielle Sektor (einschließlich Bergbau) trägt (2016) 26,8 % zum BIP bei,

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Tourismus

Das touristische Potenzial des Landes wird vor allem wegen der unzureichenden

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Bodenschätze

Die Bedeutung des Bergbaus ist mit Ausnahme von Edelmetallen und Kupfer

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Verkehr

Die Verkehrserschließung ist noch unzureichend. Die Eisenbahn wurde 1994 wegen Unrentabilität stillgelegt.

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Geschichte

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Im spanischen Koloinalreich

Nachdem C. Kolumbus 1502 an der Karibikküste gelandet war, wurden Teile des heutigen Nicaragua 1522 von spanischen Konquistadoren unter der Führung von G. González de Ávila erobert.

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Unabhängigkeit und Fremdherrschaft der USA

Als 1821 Mexiko seine Unabhängigkeit von Spanien erklärte, schloss sich Nicaragua dem neuen Kaiserreich an. 1823–38 bildete es einen Teil der Vereinigten Staaten von Zentralamerika. Wegen seiner Lage zwischen Atlantik (Karibisches Meer) und Pazifik wurde Nicaragua

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Somoza-Regime, Sandinisten und Bürgerkrieg

1927 formierte sich eine gegen die Fremdherrschaft gerichtete Arbeiter- und Bauernfraktion unter A. C. Sandino, die Ende 1932 nach einem sechsjährigen Befreiungskampf den Abzug der amerikanischen Einheiten durchsetzen konnte. Den Anhängern Sandinos gelang es jedoch nicht, die von den USA ausgebildete und unterstützte Nationalgarde, die von General A. »Tacho« Somoza García geführt wurde, zu entmachten. Sandino wurde 1934 ermordet. Zwei Jahre später übernahm Somoza García in einem Staatsstreich die Macht. 1937–47 und 1950–56 zog er

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Schwieriger Demokratisierungsprozess

 Nun war der Weg frei für einen »Demokratisierungs- und Versöhnungsprozess«. 1990 kam es zu freien Wahlen, aus denen Violeta Barrios de Chamorro, die Kandidatin der Unión Nacional Opositora (UNO), überraschend als Siegerin hervorging. Ihre Regierung nahm im April 1990 die Arbeit auf und begann im Mai, die Contra-Rebellen zu entwaffnen und in 20 »Entwicklungszonen« mit ihren Familien

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Ortegaherrschaft

Am 5.11.2006 fanden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Dabei gelang Daniel Ortega die Rückeroberung des Präsidentenamtes. Er konnte sich mit rd. 38 % der Stimmen gegen Eduardo Montealegre (* 1955) von der Alianza Liberal Nicaragüense (ALN) durchsetzen. Der FSLN gewann die Parlamentswahlen und zog mit 38 Abgeordneten in die Volksvertretung ein. Ortega trat sein Amt am 10.1.2007 an. Um den Einfluss des FSLN weiter zu stärken, führte Ortega 

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Kultur

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Managua. Das Nationalmuseum in Managua,

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Literatur

Schindler, M., Vom Triumph der Sandinisten zum demokratischen Aufstand. Nicaragua 1979–2019
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Bildergalerie

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Vulkan Momotombo. Wegen eines Ausbruchs des Vulkans Momotombo im

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Quellenangabe
Brockhaus, Nicaragua. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/nicaragua