Bibel [von griechisch tà biblía »die Bücher«], Buch der Bücher, die

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Gliederung

Die Bibel gliedert sich in zwei Hauptteile: das Alte Testament (A. T.), als Hebräische Bibel das heilige Buch des Judentums, und das Neue Testament (N. T.).

Über den Schriftenbestand des Alten Testaments sind die christlichen Kirchen untereinander und mit dem Judentum nicht völlig einer Meinung (Apokryphen), während das Neue Testament in allen christlichen Kirchen den gleichen Schriften- und Textbestand hat.

Der unterschiedliche Bestand des Alten

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Entstehungsgeschichte

Altes Testament: Das Judentum unterteilt die Hebräische Bibel (Altes Testament) in drei Gruppen von Schriften: Thora (»Gesetz«), Nebiim (»Propheten«) und Ketubim (»Schriften«). Diese Dreiteilung ist in der Hebräischen Bibel selbst bereits vorausgesetzt (Prolog zu Jesus Sirach, um 130 v. Chr.). Die fünf Bücher Mose, die Thora, im Sprachgebrauch der Theologie der Pentateuch (»Fünfrollenbuch«), von der jüdischen Tradition auf Mose selbst zurückgeführt, sind in einem mehrhundertjährigen Überlieferungs- und Traditionsprozess entstanden (Pentateuch). Die älteren Geschichtsbücher (Josua bis 2. Könige, in der jüdischen Tradition »frühere

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Handschriften

Altes Testament: Bis zu den Funden von Qumran boten sämtliche Handschriften der Hebräischen Bibel (Altes Testament) und damit auch seine Druckausgaben einen einheitlichen Text. Diese Einheitlichkeit ist Ergebnis der am Ausgang des 1. Jahrhunderts vollzogenen Standardisierung. Die ältesten vollständigen Handschriften stammen aus dem 10. Jahrhundert (Kodex von Aleppo, seit 1947 etwa ein Viertel des Textes verloren) und dem Jahre 1008 (Codex Leningradensis, er liegt der Biblia Hebraica von R. Kittel zugrunde und basiert auf dem Text der Masoretenschule von Tiberias [Ben

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Übersetzungen

Als die Juden in der griechischen Diaspora das Hebräische nicht mehr ausreichend verstanden, wurde die Hebräische Bibel (Altes Testament) im 3. Jahrhundert v. Chr. erstmals ins Griechische übersetzt (Septuaginta), ein Versuch, der später mehrfach wiederholt wurde (z. B. Aquila, Theodotion, Symmachus; alle aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. [Hexapla]). Das Judentum hat die Übersetzung später bekämpft und allein den hebräischen Text gelten lassen. So erfolgten weitere Übersetzungen, auch des Alten Testaments, unter dem Vorzeichen des Christentums, das mit der Missionierung eines neuen Sprach- und Kulturgebiets

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Bedeutung

Für das Judentum ist die Hebräische Bibel, für das Christentum die ganze Bibel Urkunde der Offenbarung Gottes, Zeugnis des Handelns Gottes mit der von ihm erwählten Gemeinde. Die Irrtumslosigkeit der Bibel, oft bis in den Buchstaben hinein (Inspiration), stand bis

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Buchkunst

In Spätantike und Mittelalter wurden vorwiegend Handschriften mit einzelnen biblischen Büchern verfasst (besonders Pentateuch, auch um die Bücher Josua und Richter, Heptateuch, und Ruth, Oktateuch, erweitert, die Psalter, die vier Evangelien und

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Volkskunde

Durch die Bibel und ihre Auslegung wurde dem Abendland die jüdisch-orientalische Lebensanschauung vermittelt. Dies spiegelt sich in übernommenen Eigennamen, Redensarten, Sprichwörtern, Rätseln und

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Werke

Weiterführende Literatur:

O. Paret: Die Überlieferung der Bibel (41966);
K. Aland: Studien zur Überlieferung des Neuen Testaments u. seines Textes (1967);
Das Neue
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Quellenangabe
Brockhaus, Bibel. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/bibel