Aserbaidschan, amtlich aserbaidschanisch Azәrbaycan Respublikası, deutsch Aserbaidschanische Republik, Staat im Süden

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Landesporträt

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Aserbaidschan: Flagge

Die Flagge von Aserbaidschan besteht aus drei

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Geografie

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Landschaft

Aserbaidschan grenzt im Nordwesten an Georgien, im Norden an Russland (Teilrepublik Dagestan), im Osten an das Kaspische Meer (800 km Seegrenze), im Süden an den Iran und an die Türkei sowie im Westen an Armenien.

Aserbaidschan ist die größte der Kaukasusrepubliken. Im Kernland breitet sich die Kura-Arax-Ebene aus, die größtenteils unter 200 m über dem Meeresspiegel,

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Klima

Aserbaidschan liegt in der subtropischen Zone. Der größte Teil der Kura-Arax-Ebene gehört zur trockenen subtropischen Klimazone mit Halbwüsten-

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Vegetation

In der Kura-Arax-Ebene herrschen Halbwüsten- und teilweise Wüstenvegetation mit salzliebenden Pflanzen vor, die in den westlichen Bereichen und auf den unteren Berghängen einer Bergsteppenvegetation weicht.

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Rund 92 % der Bevölkerung sind Aserbaidschaner (Aseri), 2 % Lesginen (Lesgier), 2 % Russen, 2 % Armenier (überwiegend im Gebiet Bergkarabach). Zu den nationalen Minderheiten gehören auch Ukrainer, Georgier,

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Religion

Die Verfassung (Artikel 18) garantiert die Religionsfreiheit und folgt dem Prinzip der Trennung von Staat und Religion. Die Religionsgemeinschaften unterliegen der Pflicht der staatlichen Registrierung beim Justizministerium. Grundlage der staatlichen Religionspolitik,

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Politik und Recht

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Politik

Seit der Unabhängigkeitserklärung vom 30. 8. 1991 ist Aserbaidschan eine unabhängige Republik mit Präsidialsystem.

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge ist in Blau über Rot über Grün horizontal gestreift mit einem weißen aufgehenden Halbmond und

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Parteien

Zu den wichtigsten politischen Kräften gehören die Partei »Neues Aserbaidschan« (YAP;

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Gewerkschaften

Zu den einflussreichsten Gewerkschaftsverbänden zählen die Konföderation der Gewerkschaften Aserbaidschans (AHIK;

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Militär

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 17 Monate) beträgt 67 000 Mann. Das

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Verwaltung

Aserbaidschan gliedert sich auf regionaler Ebene in 66 Provinzen (Rayons) und

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Recht

Die Jurisdiktion lehnte sich in den ersten Jahren der Unabhängigkeit inhaltlich und

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Bildungswesen

Es besteht eine allgemeine Schulpflicht im Alter von 6 bis 17 Jahren.

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Medien

Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit sind zwar verfassungsrechtlich geschützt, eine regierungskritische bzw. unabhängige Berichterstattung wird jedoch durch Mediengesetze, staatliche Repression und strafrechtliche Verfolgung von

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Bereits zu sowjetischer Zeit war die aserbaidschanische Wirtschaft monostrukturiert und einseitig auf die Bereitstellung von Grundstoffen, vor allem Erdöl, ausgerichtet. Mit der staatlichen Unabhängigkeit 1991 begann man eine marktwirtschaftlich orientierte ökonomische Transformation und leitete ordnungspolitische Reformen ein; zudem wurden eine stärkere Unabhängigkeit vom russisch dominierten Wirtschaftsraum und eine engere

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Landwirtschaft

Aufgrund des angewachsenen Rohstoffsektors sinkt der Anteil des Agrarsektors am BIP (2015: 6,2 %). Dennoch sind rund 36 % der Erwerbstätigen in der Land- und

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Bodenschätze

Der Bergbau hat einen Anteil von 26,4 % am BIP. Aserbaidschan verfügt über abbauwürdige Vorkommen an Eisen-, Kupfer-, Molybdän- und Baryterzen (im Kleinen Kaukasus) sowie an Gold, Alunit, Marmor, Schwefelkies und Steinsalz. Die wichtigsten

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Energiewirtschaft

Die Stromerzeugung hat sich seit 2003 stetig erhöht (2015: 24,7 Mrd. kWh)

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Industrie

Der produzierende Bereich erwirtschaftet rd. 46 % des BIP, davon entfallen jedoch

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Tourismus

Das touristische Potenzial des Landes ist sehr vielseitig, problematisch ist noch die touristische Infrastruktur. Der Großteil der ausländischen Besucher (2015: 2,0 Mio.) kommt aus anderen GUS-Ländern. Touristisch interessante Orte sind im Großen

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Verkehr

Das Verkehrsnetz umfasst rd. 2 100 km Eisenbahnlinien und 52 900 km Straßen, von denen

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Geschichte

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Frühzeit und Altertum

Früheste Zeugnisse einer Besiedlung Nordaserbaidschans sind teilweise bis zu 200 000 Jahre alt (Chanlar, Baku, Kedabek), Funde des Neolithikums (Felsbilder von Kobustan) und des Chalkolithikums (bei Mingetschaur, Chodschaly) zeigen die Bindung der Menschen an die

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Wechselnde Fremdherrschaft und lokale Fürstentümer

Im 3./4. Jahrhundert konnten sich die persischen Sassaniden Albania und Atropatene einverleiben; zahlreiche Stadtbefestigungen (u. a. Schamchor, Barda, Schemacha, Gäncä, Ardebil, Baku) folgten. Seit dem 4. Jahrhundert drang das Christentum nach Albania vor. Vom 4. bis 6. Jahrhundert wanderten zahlreiche Stämme aus dem Norden ein, neben den Hunnen und Chasaren kamen erste Heere des Türkenkhaganats aus Mittelasien (589/590)

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Teilung des Landes zwischen Iran und Russland

Unter Peter I., dem Großen, unternahmen die Russen 1722/23 eine Expedition an die Ufer des Kaspischen Meeres, mussten jedoch den Osmanen (1728–34) und Persern weichen, die ihre Macht nur noch begrenzt über autonome Lokalherrscher (Khane) ausüben konnten. Im

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Nationale Bewegung und Entstehung einer unabhängigen Republik

Der schnelle Wandel durch die Industrialisierung, die verschärfte soziale Konkurrenz sowie die demografischen

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Unter sowjetischer Herrschaft – Die Aserbaidschanische SSR

Nach der Zerschlagung der von April bis Ende Juli 1918 bestehenden bolschewistischen Parallelregierung in Baku (»Bakuer Kommune«) wurde im April/Mai 1920 die Sowjetmacht in Aserbaidschan erneut errichtet; am 12. 3. 1922 erfolgte die Gründung einer Transkaukasischen Föderalunion mit Armenien und Georgien, die am 13. 12. 1922 in eine Transkaukasische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik umgewandelt wurde und als solche am 30. 12. 1922 den Unionsvertrag

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Wiedererlangung der Unabhängigkeit – Entwicklung seit 1991

Am 6. 2. 1991 erfolgte die Umbenennung des Staates in Aserbaidschanische Republik. Am 30. 8. 1991 verkündete Aserbaidschan seine Unabhängigkeit (am 18. 10. 1991 vom Parlament formal in Kraft gesetzt), am 21. 12. 1991 schloss es sich der GUS an. Die Eskalation des Konfliktes um Bergkarabach und der Zusammenbruch der UdSSR 1991 untergruben die Position Mutalibows, der am 6. 3. 1992 sein Präsidentenamt auf Druck der Opposition niederlegte; die Regierungsgewalt übernahm ein interimistischer Staatsrat. Den Versuch Mutalibows, am 14. 5. 1992 an die Macht zurückzukehren, verhinderten

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Kultur

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Quellenangabe
Brockhaus, Aserbaidschan. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/aserbaidschan