Zur Vorgeschichte Kaukasien.

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Georgien im Altertum und frühen Mittelalter

Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. berichteten griechische Quellen über die Staatsbildung in Westgeorgien (griechisch Kolchis, georgisch Egressi) mit der Hauptstadt Aea (bzw. Aia, heute Kutaissi), seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. über das ostgeorgische Iberien (georgisch Kartli) mit der Hauptstadt

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Georgien unter den Bagratiden

Seit Ende des 8. Jahrhunderts formierten sich an der Peripherie Georgiens drei Territorialkönigtümer: Kachetien (Osten), Abchasien (Nordwesten) und Tao-Klardschetien (Südwesten), die beiden Letzteren unter der Herrschaft des seit dem 8. Jahrhundert aufstrebenden armenisch-georgischen Adelsgeschlechts der Bagratiden (georgisch Bagrationi). 912 proklamierte sich der Emir von Tiflis zum selbstständigen Herrscher. Von Südwestgeorgien setzte unter der Dynastie der Bagratiden (seit

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Georgien im Russischen Reich

Im Vertrag von Georgiewsk (1783) unterstellte Erekle II. Kartli-Kachetien russischer Schutzherrschaft, behielt sich aber innenpolitische Autonomie vor. Der König von Imeretien, Solomon II. (der Große, * 1773, † 1815; Herrschaftszeit 1784/89–1810), dessen Reich seit 1758 (Herrschaft Solomons I. [* 1735, † 1784]) über einen

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Die Entstehung der Georgischen Republik

Nach dem Zerfall des Russischen Reiches und der Oktoberrevolution schlossen sich Georgien, Armenien und Aserbaidschan am 28. 11. 1917 unter der Führung von Jewgeni Petrowitsch Gegetschkori (* 1881,

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Unter sowjetischer Herrschaft – Transkaukasische Föderation und Georgische SSR

Als Aufstände im Süden des Landes ausbrachen, marschierte am 11. 2. 1921 die 11. Rote Armee »zur Unterstützung der rebellierenden Proletarier« in Georgien ein, das als Letzter der drei transkaukasischen Staaten sowjetisiert wurde. Am 25. 2. 1921 wurde Tiflis eingenommen, am 18. 3. ging die Regierung nach Frankreich ins Exil. Die Phase der ersten Unabhängigkeit Georgiens war militärisch beendet worden, aber der Widerstand gegen die Sowjetisierung

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Erneute Unabhängigkeit 1991 – von Gamsachurdia zu Schewardnadse

Bei den ersten freien Wahlen am 28. 10./11. 11. 1990 wurde in Georgien das Parteienbündnis »Runder Tisch – Freies Georgien«

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Georgien im Banne von Regionalkonflikten

Zur Beilegung des blutigen Konflikts in Südossetien, das seine Vereinigung mit dem zur Russischen Föderation gehörenden Nordossetien anstrebte, vereinbarten die georgische Führung und südossetische Politiker Ende Juni 1992 einen Waffenstillstand; die Situation blieb jedoch auch nach Stationierung einer gemischten Friedenstruppe angespannt. Während einer Militäraktion gegen Anhänger Gamsachurdias marschierten Einheiten der georgischen Nationalgarde im August 1992 in Abchasien ein, das im

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Innen- und außenpolitische Entwicklungen 1995–2000

Im August 1995 verabschiedete das georgische Parlament eine neue Verfassung (Verankerung einer starken Präsidialmacht); bei Wahlen am 5. 11. 1995 wurde Schewardnadse im Amt

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Die »Rosenrevolution«– Georgien unter neuer Führung

Als nach den manipulierten Parlamentswahlen vom 2. 11. 2003 das im selben Jahr gegründete Regierungsbündnis »Für ein neues Georgien« am 20. 11. 2003 zum Wahlsieger erklärt wurde, eskalierten die wochenlangen Proteste der v. a. von M. Saakaschwili angeführten Opposition zu einem offenen Aufruhr; am 22. 11. 2003 erstürmten seine Anhänger das Parlament in Tiflis und erzwangen durch ihre »Rosenrevolution« (so genannt wegen der von einigen Demonstranten getragenen Rosen) einen

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Der »Kaukasus-Krieg« und die Folgen

Das ungelöste Südossetienproblem eskalierte im August 2008 in militärischen Auseinandersetzungen, die zur bewaffneten Intervention Russlands führten (»Kaukasus-Krieg«). Unter französischer Vermittlung akzeptierten Russland und Georgien eine Waffenruhe, später einen EU-Friedensplan. Russland erkannte die staatliche Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien an, was international jedoch keine Akzeptanz fand. Georgien trat aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten aus. Neuer georgischer Regierungschef wurde am 1. 11. 2008 der Diplomat Grigol Mgaloblischwili (* 1973). Er trat bereits im Februar

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.at/ecs/enzy/article/georgien/geschichte